Austauschprogramme

Das Erasmus-Grasser-Gymnasium pflegt seit vielen Jahren vielfältige Austauschbeziehungen mit Frankreich und ermöglicht seinen Schülerinnen und Schülern authentische interkulturelle Erfahrungen.

Bis zum Schuljahr 2022/23 bestand für die 10. Klassen ein über 15 Jahre gewachsener Austausch mit dem Lycée Clemenceau in Nantes, der derzeit aufgrund gesundheitlicher Gründe auf französischer Seite pausiert. In den Jahren 2023/24 wurde ein Austausch für die 8. Klassen mit dem Collège Notre Dame de Sion in Grenoble durchgeführt, der aktuell ebenfalls ausgesetzt ist. Doch die Kontakte zu beiden Schulen bestehen weiterhin, weshalb es in Zukunft eventuell wieder die Möglichkeit geben wird, in diese beiden schönen Städte zu reisen.

Im Schuljahr 2025/26 konnte in Kooperation mit dem Ludwigsgymnasium ein neuer Austausch mit dem Lycée François Magendie in Bordeaux etabliert werden, für Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klassen, die Französisch fortführen. Dieser Austausch soll langfristig Bestand haben, kann jedoch aufgrund schulinterner Gegebenheiten in Bordeaux nur im zweijährigen Turnus stattfinden.

Ab dem Schuljahr 2026/27 wird zudem ein neuer Austausch für die 8. Klassen (gegebenenfalls auch für die 9. Klassen) mit dem Collège Françoise Dolto in Saint-Andiol aufgebaut. In Saint-Andiol befindet sich ein Museum, das dem Widerstandskämpfer Jean Moulin gewidmet ist, der während des Zweiten Weltkriegs in diesem Ort Zuflucht fand und von dort aus den französischen Widerstand mit organisierte. Im Rahmen des Austauschs ist ein gemeinsames Projekt geplant, das sich sowohl mit dem Wirken Jean Moulins als auch mit der Widerstandsgruppe der Weißen Rose in München auseinandersetzt.

Während die Austauschprogramme bis einschließlich 2023/24 durch das Deutsch-Französische Jugendwerk gefördert wurden, erfolgen die Programme seit dem Schuljahr 2025/26 im Rahmen von Erasmus+, da das Erasmus-Grasser-Gymnasium Mitglied im Konsortium der Stadt München ist. Darüber hinaus wurde im Schuljahr 2024/25 zwei Schülerinnen der 11. Klasse ein zehntägiges Praktikum in Bordeaux ermöglicht, das ebenfalls durch Erasmus+ unterstützt wurde.

Zentrales Anliegen aller Austauschprogramme ist es, den Schülerinnen und Schülern keinen touristischen Aufenthalt zu bieten, sondern einen echten Austausch auf Augenhöhe mit den Partnern vor Ort zu ermöglichen. Grundlage hierfür ist die gemeinsame Projektarbeit in binationalen Gruppen. Beispiele hierfür sind die Entwicklung eines Trivial-Pursuit-Spiels zu den Regionen Bayern und Grenoble/Dauphiné, die Erstellung von Kurzfilmen zur klimaneutralen Mobilität in München und Grenoble oder ein Wandkalender zum Thema „Partizipation und Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung am Beispiel von München und Bordeaux“.

Anja Möst (verantwortlich für die Schüleraustausche mit Frankreich)