Zwischen geheimnisvollen Fundstücken und beeindruckenden Exponaten wurde schnell klar: Gegenstände können spannende Geschichten erzählen – manchmal sogar mehr als Texte. Wir begegneten der ersten Münchnerin und erfuhren, was wir von ihr über das Leben vor vielen Jahrhunderten lernen können. Staunen löste auch ein keltischer Chirurg aus, der schon damals medizinische Eingriffe durchführen konnte – allerdings wohl ohne wirkungsvolle Betäubung. Die Exkursion hat eindrucksvoll gezeigt: Archäologie macht die Vergangenheit lebendig!
Am 6. Februar besuchten die beiden Chemie-Grundkurse sowie der Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 den Hochschul-Infotag der Fakultät für Chemie und Pharmazie an der LMU München. Treffpunkt war das Foyer vor den Hörsälen Liebig und Buchner, wo zahlreiche Arbeitsgruppen ihre Forschung an anschaulichen Ständen präsentierten und für Fragen zur Verfügung standen. So kamen unsere Schülerinnen und Schüler schnell mit Studierenden und Mitarbeitenden ins Gespräch, erfuhren von aktuellen Themen aus Labor und Forschung und gewannen einen Eindruck von der Vielfalt der Studien- und Berufsmöglichkeiten in Chemie und Pharmazie.
Nach der Begrüßung und einer Auftaktvorlesung im Liebig-Hörsaal folgte eine Einführung in beide Studiengänge. Anschließend nahmen die Schülerinnen und Schüler – je nach Interesse – an Führungen durch Institute und Labore teil. Die Fachschaften boten zudem Beratung zu Inhalten, Anforderungen und Studienalltag an. Ein kostenloser Imbiss rundete den informativen und eindrucksvollen Tag ab, der Orientierung bot und Interesse an Wissenschaft weckte.
Die Klasse 11c besuchte am Mittwoch, den 28.01.26, gemeinsam mit den beiden Lehrkräften Herr Gruber und Frau Beuter eine Stadtratssitzung des Mobilitätsauschusses im Münchner Rathaus. Zuvor gab es einen Austausch und die Möglichkeit von Fragen an den 2. Bürgermeister und Mobilitätsausschussvorsitzenden Dominik Krause. Dabei gewährte Herr Krause einen Einblick in die Arbeit als Lokalpolitiker und stellte sich einzelnen Anliegen der Klasse.
Ein relevantes Thema war zum Beispiel der weitere Verlauf der Baustelle in der Fürstenrieder Straße, die uns alle plagt. Auch der Besuch der Sitzung war informativ, eine Diskussion beispielsweise zum Thema Wirtschaftsmobilität bildete gut den Sitzungsablauf und die Interaktionen der Stadtratsfraktionen und -mitglieder ab. Die Klasse hatte im Unterricht im Vorhinein Fragen gesammelt und sich über die Grundlagen der Kommunalpolitik informiert. Im Nachgang werden die Erfahrungen ausgewertet und diskutiert.
Am Freitag, 05.12.2025, machte sich die Klasse 6A, begleitet von ihrer Geschichtslehrerin Frau Beuter und ihrer Klassenlehrerin Frau Blume, auf den Weg ins Staatliche Museum Ägyptischer Kunst. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Rundgang durch die Ausstellung beeindruckende Exponate aus dem Alten Ägypten bestaunen und auf ihrer Entdeckungsreise durch 5000 Jahre Kunst und Kultur faszinierende Einblicke in die Lebenswelt des alten Ägypten gewinnen.
Anfahrt mit der U-BahnGeduldiges Warten auf EinlassDann ging’s los!
Im spektakulären unterirdischen Bau des Museums wurden wir zu einigen der bedeutsamen Kunstwerke geführt, die uns aus dem alten Ägypten überliefert sind: Von der Standfigur eines falkenköpfigen Gottes über die Doppelstatue eines Pharaos bis hin zum überdimensionalen Oberteil des Sarges einer Königsschwester, weithin sichtbar durch seine golden leuchtende Oberfläche, vorbei an monumentalen Obelisken, dem neun Meter langen Totenbuch aus Papyrus und der Scheintür aus Kalkstein, die über den Jenseitsglauben der alten Ägypter Aufschluss gibt.
Auf dem Weg in die UnterweltGoldene ZeitenEin ägyptisches Federmäppchen
Dieses und vieles mehr wurde uns fachkundig von zwei engagierten Referentinnen des Museums erklärt. Die Schülerinnen und Schüler lauschten interessiert den Geschichten über Mumifizierung und Ernährung, über religiöse Vorstellungen und über die Herrschaft der Pharaonen. Im Anschluss an die Führung wurde die Klasse, brotzeitgestärkt, in einem Werkstattprogramm in die geheimnisvolle Welt der Hieroglyphen eingeführt und durfte nun selbst die ägyptische Schriftkunst auf echtem Papyrus ausprobieren. Ein gelungener Abschluss dieses Vormittags, der allen sichtlich gut gefallen hat.
Den eigenen Namen……als Hieroglyphe schreiben…… sogar auf echtes Papyrus.Gruppenbild vorm Museum
Am 20. November 2025 tauchten 14 Schülerinnen und Schüler des W-Seminars Biologie auf dem Campus der Chemie-Fakultät der LMU in Großhadern in die Welt der Pharmazie ein. Im Schülerlabor „Chemlab“ stellten die Jugendlichen unter fachkundiger Anleitung selbst Aspirintabletten her, extrahierten duftendes Pfefferminzöl und verglichen anschließend die Wirkungen beider Substanzen mithilfe einer Dünnschichtchromatographie. Dabei entwickelten sie eigene Kriterien, nach denen Arzneimittel sinnvoll bewertet werden können – ein praktischer Brückenschlag zum Seminarthema „Schülerwarentests“.
Insbesondere die Möglichkeit, Erfahrungen in einem echten Uni-Labor zu sammeln und sich mit den Doktoranden über das Studium und die Forschung im Bereich der Chemie und Pharmazie auszutauschen, war sehr gewinnbringend und die Gruppe konnte sogar den ein oder anderen Impuls für ihre eigenen Seminararbeiten mitnehmen.
Am 14.10.25 besuchte die Klasse 8c im Rahmen des Deutschunterrichts und in Begleitung von Frau Schraff und Herrn Roth die Vorstellung „Die Asche meines Vaters“ in der Schauburg.
Plötzlich Multimillionärin! Wie verändert so viel „Asche“ das Leben aller Beteiligten einer Familie? Diese spannend inszenierte Komödie wirft Fragen auf, nach Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit des Erbens, die über das Klassenzimmer hinaus für Diskussionen sorgen dürfte.
Programmheft zum StückDie Schauburg8c im Foyer des Theaters
Am 30. September machte sich die Begabtenförderung des Erasmus-Grasser-Gymnasiums auf den Weg zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen – und schon die Anreise war ein Abenteuer: Nach einer langen S-Bahn-Fahrt verpassten wir den Bus und marschierten kurzerhand eine halbe Stunde zu Fuß. Belohnt wurden wir mit spannenden Einblicken: ein Einführungsvortrag, Zutritt in das enge Columbus-Modell der ISS, Livebilder im Kontrollzentrum und ein Mittagessen in der DLR-Kantine. Am Nachmittag durften wir selbst aktiv werden und Roboter programmieren, Satellitenbilder auswerten und einen Flugsimulator steuern.
Ein unvergesslicher Tag, der Lust auf mehr Raumfahrt machte!
Vom 22. bis 26. September besuchten Frau Kaiser, Herr Pflügl und 18 Schülerinnen und Schüler der Leistungsfächer Kunst und Französisch die französische Hauptstadt. Während im Centre Pompidou, in der Pinault Collection, im Louvre, in der Orangerie sowie an den Häuserfassaden Kunstwerke bestaunt wurden, galt in Versailles das Interesse dem Schloss mit seiner riesigen Gartenanlage. Auch Notre Dame und der Eiffelturm standen auf dem Programm. Bei einer Bootsfahrt auf der Seine gewannen die jungen Erwachsenen weitere Eindrücke der Metropole und neben dem kulturellen Programm blieb natürlich auch genug Zeit für kulinarische Entdeckungen, Shopping und einen Konzertbesuch.
Ein weiteres Mal hat sich die gesamte Jahrgangsstufe 11 am Schuljahresende auf den Weg in die Bundeshauptstadt gemacht, um das politische Berlin der Gegenwart aus nächster Nähe zu erleben. Ganz oben auf dem Programm der von Frau Bader und Frau Beuter organisierten Studienfahrt stand für alle der Besuch des Deutschen Bundestags mit Plenarsitzung und Abgeordnetengespräch. Die Klassen 11A und C trafen MdB Prof. Theiss (CSU) zur Diskussion, die Klassen 11B und D folgten der Einladung von MdB Sebastian Roloff (SPD) in den Bundestag, und die 11E hatte einen Termin bei MdB Nicole Gohlke (Die Linke). Alle Schülerinnen und Schüler hatten sich auf die Termine bestens vorbereitet, und so waren es interessante Gespräche im Anschluss an lebendige Plenardebatten.
Programmpunkte mit historischem Schwerpunkt waren unter anderem die Besichtigung des ehemaligen Stasi-Gefängnisses in Hohenschönhausen, der Gedenkstätte Berliner Mauer sowie der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Spitzel-System der DDR war eindrücklich und bewegend. Da bildete die Beschäftigung mit den Errungenschaften der deutschen Geschichte einen inspirierenden und ermutigenden Kontrapunkt. Nirgendwo sonst ist die wechselvolle Geschichte Deutschlands so intensiv spürbar wie in Berlin!
Wie auch schon in den vergangenen Jahren waren die Schülerinnen und Schüler tief beeindruckt von ihren Erlebnissen vor Ort, und bei nicht wenigen Jugendlichen war das politische Interesse entfacht und wurde das historische Bewusstsein geschärft. Dies sind im übrigen die beiden erklärten Ziele dieser Studienfahrt, die einen wesentlichen Beitrag zur Demokratiebildung junger Menschen leisten soll.